Schmerzen – Warnsystem des Körpers

Auch wenn sie unangenehm sind: Schmerzen zu empfinden ist für den Menschen überlebenswichtig. Der Schmerz entsteht durch die Reizung bestimmter Schmerzfühler, so genannte Nozizeptoren. Sie helfen Schädigungen des Gewebes, innen wie außen, zu bemerken und gegebenenfalls zu reduzieren. Doch während akute Schmerzen nach einiger Zeit vergehen, können auch Schmerzen entstehen, die den Alltag dauerhaft beeinflussen, so genannte chronische Schmerzen.

Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die länger als drei bis sechs Monate anhalten und dabei ihre eigentliche Warnfunktion verloren haben. Sie resultieren entweder aus chronifizierten akuten Schmerzen oder aus chronischen Erkrankungen, wie etwa Krebs oder Rheuma. Chronische Schmerzen beeinflussen den Menschen nicht nur in körperlicher Hinsicht (Beweglichkeit, Aktivität), sondern auch psychologisch (Gemüt, Denken) und sozial (beruflich, privat). Die Behandlung chronischer Schmerzen ist aus diesem Grund umfangreicher, da eine bloße Betäubung des Schmerzes nicht ausreichend ist.

Besonders chronische Schmerzen, die sich verselbstständigt haben, können oft nur schwer akzeptiert werden, da die Funktion des Schmerzes hinfällig ist. Solche chronifizierten akuten Schmerzen können entstehen, wenn die betroffenen Nerven dauerhaft Impulse aussenden, wodurch sich über die Zeit ihr Stoffwechsel verändert. So sendet die Nervenzelle auch dann noch Impulse an das Gehirn, wenn der eigentliche schmerzauslösende Reiz bereits vergangen ist. Mediziner sprechen in solchen Fällen vom so genannten „Schmerzgedächtnis“.

Schmerzen des Bewegungsapparates: