Magnetresonanztomographie (MRT)

Das MRT, manchmal auch als Kernspintomographie bezeichnet, ist ein computergestütztes und strahlungsfreies bildgebendes Verfahren, bei dem Magnetfelder zum Einsatz kommen. Ältere Geräte werden oft noch mit dem Begriff „in die Röhre kommen“ assoziiert, da sie tatsächlich einer Röhre ähneln. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Zentren können wir Ihnen darüber hinaus ebenfalls Untersuchungen im offenen und upright (Aufnahmen auch im Sitzen, Stehen und in der Bewegung möglich) MRT anbieten.

Die Schwingung der Atome wird gemessen

Die Untersuchung in einem MRT ist, anders als das Röntgen, nicht nur für Knochen geeignet, sondern besonders für Weichteilgewebe und Gefäße. Untersuchungen des Gehirns, des Rückenmarks und des Zentralnervensystems finden deshalb häufig im MRT statt. Das Verfahren macht sich die Eigenschaft von Atomkernen zunutze, die sich, wenn sie in ein Magnetfeld hoher Stärke eingebracht werden, nach einer gewissen Gleichmäßigkeit ausrichten. Abhängig davon, in welcher Art Körpergewebe sie vorkommen, man spricht auch von molekularer Umgebung, richten sie sich unterschiedlich aus, was sich in einer unterschiedlichen elektromagnetischen Schwingung äußert und aufzeichnen lässt. Diese atomaren Resonanzsignale lassen sich in digitale Daten umwandeln und können so schließlich bildlich dargestellt werden. Nochmals: Die Untersuchung ist für den Patienten mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden und kann somit theoretisch beliebig oft wiederholt werden.

Die Untersuchung

Während der Untersuchung, sie kann je nach Indikation zwischen 20 und 45 Minuten dauern, liegt der Patient bequem und sicher auf einem speziellen Untersuchungstisch. Dabei ist es jedoch wichtig, dass er absolut unbeweglich bleibt, da sonst die Aufnahmen nicht gelingen. Um die gewünschten Bilder erhalten zu können, muss die Magnetspule des MRT-Gerätes mehrfach das Magnetfeld ändern. Dabei kann es zu lautstarken „Klopfzeichen“ kommen, die manche Patienten, zusammen mit der Enge der Röhre, als unangenehm empfinden. Sie sind jedoch kein Grund zur Beunruhigung. In besonderen Fällen kann vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Gegen die Durchführung einer MRT-Aufnahme sprechen metallhaltige medizinische Implantate und Herzschrittmacher.

Das MRT ist nicht nur für die Diagnostik von pathologischen Befunden (Bandscheibenvorfall, Bandscheibenvorwölbungen, allgemeine Diagnostik der Wirbelsäule) ein unverzichtbares Mittel, sondern wird darüber hinaus bei verschiedenen Therapieverfahren, wie z. B. der Nukleoplastie, eingesetzt, um Behandlungen, z. B. den Sitz eines Katheters, genauestens kontrollieren zu können.

Im MRT können untersucht werden:

  • das Gehirn, das Rückenmark, das Zentralnervensystem
  • alle Weichteile, wie z. B. Knorpel oder Tumore
  • alle größeren Blutgefäße des Körpers
  • Knochen, wie z. B. die Wirbelsäule 
  • sämtliche Gelenke.