Fusionsoperationen an der Halswirbelsäule

Bei Beschwerden an der Halswirbelsäule, etwa nach einem Bandscheibenvorfall, ist bei bestimmten Indikationen nach wir vor eine Fusion oder auch Versteifungsoperation die Behandlung der Wahl.

Die Bandscheibe wird entfernt

Der Zugang für die Operation erfolgt in den meisten Fällen von vorne. Zunächst wird die betroffene Bandscheibe vollständig entfernt. Falls vorhanden, können auch bestehende knöcherne Randkantenzacken (Osteophyten) abgefräst werden. Um die Stabilität der Halswirbelsäule sofort nach der OP zu gewährleisten, wird ein so genannter Cage als Ersatz für die Bandscheibe zwischen die Wirbel gelegt. So lässt sich die Höhe der Halswirbel erhalten. Im Laufe der Zeit wird der Cage knöchern überbaut, was eine feste Verbindung (Fusion) zwischen den Wirbeln schafft.

Mussten mehrere Bandscheiben entfernt werden, wird zusätzlich eine kleine Metallplatte zur Stabilisierung eingepasst.

Schnell wieder mobil

Nach der Operation bemerken die Patienten die Fusion der Halswirbel in der Regel nicht, da die Bewegungseinschränkung gering ist und die einzelnen Halswirbelsäulensegmente insgesamt wenig zum gesamten Bewegungsausmaß beitragen.

Nach etwa drei bis fünf Tagen kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Eine Halskrause muss nicht getragen werden.